PM: Uetz ernst nehmen: Busanbindung während der L92-Sperrung nachbessern

Potsdamer Bündnisgrüne unterstützen Forderungen aus dem Ort nach besserer Ersatzanbindung und frühzeitigerer Information

Mit Beginn der Sanierung der L92 wird die Verbindung zwischen Uetz und der B273 bis voraussichtlich Mitte November voll gesperrt. Die Sanierung der Straße ist notwendig und wird auch im Ort grundsätzlich begrüßt. Kritik gibt es jedoch an der Verkehrsanbindung während der Bauzeit und an der Kommunikation im Vorfeld.

Die reguläre Busverbindung durch Uetz entfällt während der Sperrung. Als Ersatz fährt die Linie 609E zwischen Uetz und Marquardt. Nach dem veröffentlichten Fahrplan bestehen allerdings insbesondere tagsüber größere Lücken. Am Wochenende wird der Ersatzverkehr nicht angeboten.

Gert Zöller, Stadtverordneter, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN- Volt, erklärt:

„Die Sanierung der L92 ist richtig und notwendig. Aber auch während der Bauzeit müssen die Menschen in Uetz ihren Alltag bewältigen können. Wenn vor Ort darauf hingewiesen wird, dass die vorgesehene Ersatzanbindung dafür nicht ausreicht, müssen wir das ernst nehmen. Gerade für ältere Menschen, Schulkinder und alle, die kein Auto haben, ist eine verlässliche Busverbindung besonders wichtig.“

Die Potsdamer Grünen und die Stadtfraktion Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN- Volt unterstützen deshalb die Forderung aus Uetz nach einer besseren Anbindung während der Vollsperrung. Die Landeshauptstadt sollte gemeinsam mit der ViP kurzfristig dafür sorgen, dass die mehrstündige Lücke im Ersatzfahrplan verkleinert und auch am Wochenende eine verlässliche Verbindung ermöglicht werden wird.

Rebecca-Lea Freudl, Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam und zugleich stellv. Ortsvorsteherin in Groß Glienicke, erklärt dazu:

„Es geht nicht darum, so zu tun, als könne während einer solchen Baustelle alles unverändert weiterlaufen. Aber wir sollten gemeinsam nach pragmatischen Verbesserungen suchen. Potsdams Ortsteile dürfen nicht das Gefühl haben, dass ihre Bedürfnisse weniger zählen, nur weil sie weiter vom Stadtzentrum entfernt liegen.“

Kritisch sehen die Grünen zudem die Kommunikation im Vorfeld. Der Ortsvorsteher von Uetz-Paaren hatte öffentlich bemängelt, dass wichtige Informationen erst auf Nachfrage des Ortsbeirats und teilweise sehr kurzfristig bei den Einwohnerinnen und Einwohnern angekommen seien.

Freudl weiter:

„Gerade wenn eine Maßnahme einen Ortsteil über Wochen so stark betrifft, müssen Ortsbeirat
und Einwohnerinnen und Einwohner frühzeitig informiert und einbezogen werden.“