Potsdam, 17. Mai 2026 – Anlässlich der aktuellen Hausbesetzung in Potsdam spricht sich der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam für ein lösungsorientiertes Vorgehen der Stadt aus. Die Bündnisgrünen plädieren dafür, die Aktion nicht nur ordnungsrechtlich zu beantworten, sondern vor dem Hintergrund der dramatischen Wohnraumkrise in Potsdam nach legalen und pragmatischen Lösungen zur Aktivierung ungenutzten Wohnraums und wohnraumgeeigneter Gebäude zu suchen.
Rebecca Freudl, Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, erklärt:
„Hausbesetzung ist natürlich kein rechtlich zulässiges Mittel. Zugleich macht die Aktion als ziviler Ungehorsam auf zwei schwerwiegende Missstände aufmerksam: die dramatische Wohnraumkrise in Potsdam — und den schwer vermittelbaren Umstand, dass Wohnraum und für Wohnraum geeignete Gebäude teilweise leer stehen, während Menschen in dieser Stadt kaum noch bezahlbare Wohnungen finden. Eine Räumung sollte nicht der erste politische Reflex sein, solange Gespräche möglich sind und keine Gefährdungslage besteht“
„Die Stadt sollte hier lösungsorientiert handeln. Eine ernsthafte Prüfung eines Weges, wie kommunaler Leerstand schnell, legal und gemeinwohlorientiert genutzt werden kann, würden wir sehr begrüßen“, so Freudl weiter. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam bittet die Stadt darüber hinaus darzulegen, welche Nutzungsoptionen für die leerstehende kommunale Gebäude geprüft werden und wie Zwischennutzungen, gemeinwohlorientierte Wohnformen oder soziale Projekte schneller ermöglicht werden können. Politisch kommt es jetzt darauf an, Leerstand zu reduzieren, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, so Freudl.