Potsdam, 10.04.2026. Der Kreisverband der Potsdamer Bündnisgrünen bringt sich frühzeitig in die Debatte um die Rahmenplanung Bornim/Bornstedt ein und formuliert auf Grundlage eines Beschlusses der Ortsgruppe Nord des Kreisverbands klare Leitlinien für die weitere Entwicklung.
Innenentwicklung vor Außenentwicklung
Bauliche Entwicklung soll vorrangig auf bereits versiegelten, mindergenutzten oder strukturell vorgeprägten Flächen stattfinden. Neue Baugebiete sollen vor allem dort entstehen, wo Infrastruktur vorhanden ist und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr besteht.
Damit machen die Bündnisgrünen deutlich, dass die Rahmenplanung dem Grundsatz einer flächensparenden und klimaverträglichen Stadtentwicklung folgen muss.
„Wir können den Wohnraumbedarf nicht dadurch lösen, dass wir immer weiter nach außen wachsen – wir müssen klüger und effizienter mit den vorhandenen Flächen umgehen“, so Kreisvorsitzende Rebecca Lea Freudl.
Grünflächen und Kleingärten erhalten
Gleichzeitig betonen die Bündnisgrünen die Bedeutung ökologisch wertvoller Flächen und gemeinschaftlich genutzter Flächen für die Lebensqualität im Stadtteil.
Wald- und Grünflächen, Wiesen sowie gemeinschaftlich genutzte Räume – insbesondere Kleingartenanlagen – sollen grundsätzlich von Bebauung freigehalten werden.
„Diese Flächen sind unverzichtbar für Klimaanpassung, Biodiversität und das soziale Leben vor Ort. Die Überbauung funktionierender Kleingartenanlagen lehnen wir deshalb ab“, betont Freudl.
Lebensqualität von Anfang an mitdenken
Neben der Flächenentwicklung rücken die Bündnisgrünen auch die Qualität des Alltags in den Mittelpunkt. Dazu zählen die bessere Durchwegung für Fuß- und Radverkehr, sichere Schulwege, gute Erreichbarkeit sowie wohnortnahe Sport- und Freizeitangebote.
„Gerade für Familien ist entscheidend, dass Kinder sicher zur Schule kommen und Freizeitangebote gut erreichbar sind“, sagt Freudl. „Stadtentwicklung muss sich daran messen lassen. Gute Fuß und Radwege, sichere Schulwege und Sport- und Freizeitangebote müssen von Beginn an mitgedacht werden“.
Gesamtstädtischen Bedarf im Blick behalten
Die Bündnisgrünen betonen zudem, dass die Ausweisung neuer Wohnbauflächen aus einer gesamtstädtischen Perspektive abgeleitet werden muss. Grundlage dafür sollten aktuelle Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2040 sein.
„Der Bedarf an auszuweisenden Wohnbauflächen ist aus dem gesamtstädtischen Wohnbauflächenbedarf unter Berücksichtigung der aktuellen Prognose der Bevölkerungsentwicklung 2040 abzuleiten, “ unterstreicht Freudl.
Die Bündnisgrünen wollen mit ihren Vorschlägen die Diskussion zur Rahmenplanung aktiv mitgestalten.
„Es geht uns in diesem frühen Stadium der Debatte darum, von Anfang an klarzumachen, welche Leitplanken wir für die Entwicklung von Bornim und Bornstedt für richtig halten.“