KAMPF GEGEN BAUMFÄLLUNGEN: Grüner Direktkandidat Robert Funke will geplante Fällung von 120 Bäumen im Volkspark stoppen

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Potsdam

PRESSEMITTEILUNG, 15.08.2019

Der Entwicklungsträger Bornstedter Feld, der zur Pro Potsdam gehört, teilte zu Beginn dieser Woche mit, dass 120 Bäume aufgrund von Trockenheitsschäden gefällt werden müssen, da andernfalls die Besucher*innen des Volksparks gefährdet seien. Der Bebauungsplan von dem Gebiet legt fest, dass es sich hier um ‚besonders wertvolle Gehölzbestände im Waldpark‘ handelt. Es ist weiter festgelegt: ‚Da es sich bei diesen Flächen um naturnahe Bereiche handelt, ist der Anteil an Erschließungsflächen deutlich unter 5 % der Gesamtfläche anzusetzen. Die Wegeführung ist an die besonderen Empfindlichkeiten angepasst und berücksichtigt vorhandene Baumbestände. Die Verkehrssicherungspflicht an den Bäumen soll äußerst schonend erfolgen und sich schwerpunktmäßig auf die Wege beziehen‘ sowie ‚[…] und der Erhalt von Totholz sind weitere Anforderungen zur Entwicklung der Wertigkeiten‘.

Robert Funke, Landtagswahl-Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Potsdamer Norden, äußert sich schockiert:

„Ich fordere den Entwicklungsträger Bornstedter Feld auf, die Fällungen auf einige wenige Bäume zu beschränken, die ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen. Für jeden gefällten Baum muss ein anderer auf dem Gebiet des Volksparks nachgepflanzt werden. Alles andere kommt schon aus klimapolitischen Gründen nicht in Frage und würde dem gestern in der Stadtverordnetenversammlung gefällten Beschluss zum Klimanotstand widersprechen. Nicht nur die Fällungen als solche, sondern auch die Zerstörung von Heckenstrukturen, die notwendig sein kann, um entsprechenden Fahrzeugen den Weg zu ebnen, verurteile ich aufs Schärfste. Es geht nicht nur um kohlendioxidbindende Bäume und Sträucher, die im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle spielen, sondern auch ganz konkret um Artenvielfalt hier in Potsdam. Nistplätze, Nahrungsquellen, Rückzugsorte und Verstecke für Vögel und andere Wildtiere gehen mit jedem Eingriff verloren. Die Argumentation des Entwicklungsträgers, Neupflanzungen seien nicht nötig, da sich der Baumbestand auf natürliche Weise erneuere, halte ich für unzureichend, da die Fällung ja auch nicht auf natürliche Weise erfolgt. Zudem fällt es mir schwer zu glauben, dass alle der 120 Bäume frei von jeglicher Chance sind, sich trotz der heißen Sommer wieder zu erholen. Doch selbst Totholz stellt laut Bebauungsplan einen wichtigen Bestandteil des Waldparks dar. Letztes Jahr habe ich im Hambacher Forst gegen Baumfällungen gekämpft – jetzt gilt das Gleiche für den Waldpark im Volkspark.“

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