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Nach dem PNN-Interview vom 24.06.2018 erscheint eine moderne und nachhaltige Verkehrspolitik mit dem OB-Kandidaten der CDU, Götz Friederich, nicht realistisch. Friedrichs Vorstellungen zum Verkehr in einer wachsenden Stadt sind von gestern und vorgestern. Es wurde nicht etwa versäumt, den dritten Havelübergang, die sogenannte Havelspange, in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen, wie Friederich beklagt. Vielmehr wurde diese Option bewusst verworfen, weil sie nachweislich keine Verkehrsentlastung bringt, sondern neuen Verkehr anzieht und eine enorme Umweltzerstörung verursacht. Auch der Einbahnstraßenring um die Innenstadt ist ein alter CDU-Hut: Durch längere Fahrtzeiten würde hier zusätzlicher Verkehr generiert. Der Masterplan, den Friederich fordert, existiert bereits: Das Stadtentwicklungskonzept Verkehr gibt die Richtung vor und muss weiter ausgestaltet und fortgeschrieben werden.
Gert Zöller, Sprecher des Kreisverbands Potsdam von Bündnis90/Die Grünen sagt hierzu: „Potsdam muss auf umweltfreundliche Verkehrsmittel setzen, also den ÖPNV, das Fahrrad und Carsharing. Eine autozentrierte Verkehrspolitik, wie in den 1970er- und 80er Jahren betrieben, hat die heutigen Verkehrsprobleme erst verursacht und kann daher nicht deren Lösung sein.“
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