Bündnisgrüne fordern Umsetzung des Integrationskonzeptes und Schließung des Asylbewerberheimes Lerchensteig

Anlässlich des heutigen PNN-Berichtes, nach dem die Potsdamer Verwaltung offensichtlich von dem Ziel abrückt, das Asylbewerberheim am Lerchensteig zu schließen, kritisiert MARIE LUISE VON HALEM, stellvertr. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen: Nur weil die neue Stadtverordnetenversammlung sich noch nicht konstituiert hat, kann die Stadtverwaltung nicht handeln wie ein Jugendlicher mit sturmfreier Bude. Sich über das Votum der Abgeordneten hinweg zu setzen, bedeutet einerseits die Fortführung der unwürdigen Unterbringung am Lerchensteig und andererseits eine Verhöhnung sowohl der Stadtverordneten als auch all derer, die sich ehrenamtlich mit viel Engagement an der Erstellung des Integrationskonzeptes beteiligt haben. Bürgerschaftliches Engagement kann wirkungsvoller kaum zerstört werden.

Der jetzige Heimstandort Lerchensteig liegt außerhalb der Stadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichen. In der Vergangenheit wurde mehrfach gefordert, zugunsten einer bedarfsgerechten Unterbringung in Wohnungen auf die Heimunterbringung zu verzichten. Soziale und kulturelle Infrastruktur sollte im Wohnumfeld vorhanden sein. Deshalb formu-liert das im Sommer beschlossene Integrationskonzept der Landeshauptstadt Potsdam ein klares Ziel: Der jetzige Standort Lerchensteig soll zugunsten integrationspolitisch sinnvollerer Lösungen aufgegeben werden.

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